Implementierung einer Schadenmanagement-Lösung zur Prozessdigitalisierung und -optimierung
Sollers , Fallstudie , Digital, Innovationen

Über den Kunden

Bei unserem Kunden handelt es sich um eine internationale Finanzgruppe, die sich auf das Versicherungsgeschäft konzentriert. Sie hat ihren Ursprung und Hauptsitz in Deutschland und ist weltweit in verschiedenen Ländern tätig. In Polen gehört sie zu den führenden Anbietern im Lebens- und Nichtlebenssegment mit über 3 Millionen Kunden, mehr als 16.000 kooperierenden Agenten und mehr als 370.000 bearbeiteten Schadensfällen pro Jahr.

Was war das Ziel des Projekts?

Zu den strategischen Zielen des Unternehmens gehörte die Optimierung des Schadenmanagements, das als eine der wichtigsten Faktoren für die Sicherung des aktuellen Kundenportfolios und für weiteres Umsatzwachstum in der Branche betrachtet wurde. Die Organisation hatte sich zwei Jahre lang auf das Vorhaben vorbereitet und an der Ausrichtung gearbeitet, bevor die eigentliche Umsetzung erfolgte. Im Laufe dieser Zeit wurde die Entscheidung für die Einführung der OOTB-Lösung anstelle der kundenspezifischen Implementierung auf der Basis des BPMS-Engine getroffen. Kurz vor Projektbeginn war eine Fusion mit einem anderen großen Versicherer auf dem polnischen Markt angekündigt worden. Beide Unternehmen gehörten zu dieser Zeit zu den zehn größten Versicherern auf dem Schadenversicherungsmarkt. Am Ende stand das Unternehmen vor drei großen Herausforderungen gleichzeitig: Fusion der beiden Organisationen, Vereinheitlichung des IT-Lösungsportfolios zu einer einzigen Architektur, Umgestaltung der Schadenbearbeitung.

Das Umsetzungsprojekt selbst wurde wie ursprünglich geplant mit dem Ziel gestartet, die Prozesse der Schadenbearbeitung zu optimieren:

  • Steigerung der Effizienz der Prozesse und Abläufe
  • Verminderung von Leckagen
  • Verbesserung der Kundenkommunikation und Servicequalität
  • Integration mit weiteren Systemkomponenten und Automatisierung.

Der Projektansatz spiegelte sehr stark die Absicht wider, so schnell wie möglich eine erste Version der neuen Lösung auf den Markt zu bringen, um die Außerbetriebnahme einiger Altlösungen zu erlauben und gleichzeitig eine einheitliche Schadensplattform für die neue Organisation nach der Fusion bereitzustellen.

Welche Lösung wurde implementiert?

Nach einer eingehenden Bewertung potenzieller Lösungen auf dem Markt schloss sich Sollers Consulting mit Guidewire zusammen, um ClaimCenter als neue Schadenbearbeitungsplattform für den Kunden zu implementieren.

Es war damals die erste Implementierung dieser Lösung in dieser Region Europas. Für den Kunden bedeutete dies auch, dass er mit der ersten agilen Implementierung in der Organisation, die traditionell mit einer bewährten Wasserfallmethode arbeitete, eine völlig neue Arbeitsweise einführen und in einem international ausgerichteten Unternehmensumfeld operieren konnte.

Dank seiner umfassenden Erfahrung in der Versicherungsbranche und dem Fachwissen über die Implementierung von Kernsystemen war das Sollers-Team in der Lage, die Transformation erfolgreich zu leiten und das Projekt innerhalb des festgelegten Zeitrahmens durchzuführen. Es ermöglichte die termingerechte Einführung der folgenden Releases für die Implementierung mit dem Ziel, weitere Vorteile durch zusätzliche Systemintegrationen und Automatisierungen zu erzielen. Gleichzeitig wurden die Maßnahmen zum Wissenstransfer ergriffen und die internen Fähigkeiten des Versicherers ausgebaut, so dass weitere Systemanpassungen und -wartungen hauptsächlich von einem internen Team durchgeführt werden konnten.

Als Ergebnis wurde die neue Schadenmanagementplattform innerhalb von 8 Monaten, gerechnet von der Einführungsphase bis zur Inbetriebnahme, erfolgreich eingeführt.

Schnelle und erfolgreiche Implementierung

  • 8 Monate bis zum Go-Live, wodurch die Kosten für die Wartung von Legacy-Lösungen minimiert werden konnten.
  • Verdoppelung der durchschnittlichen Anzahl der pro Monat/pro Schadensregulierer bearbeiteten Fälle.
  • Möglichkeit der raschen Einführung weiterer Initiativen, die auf weitere Prozessverbesserungen, Automatisierungen, Integrationen mit Partnern und andere innovative Marktlösungen abzielten.
  • Die Umstellung von einer dezentralisierten, papierbasierten Schadenaktenorganisation auf eine aufgabenorientierte und agile Organisation.

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